Gemeinden von Chemnitz

 

Adelsberg

Adelsberg
Adelsberg ist seit dem 1. Juli 1950 Stadtteil im Südosten von Chemnitz. Er wird vom Norden aus im Uhrzeigersinn vom Zeisigwald in Hilbersdorf, von Euba, Kleinolbersdorf-Altenhain, Einsiedel, Erfenschlag, Reichenhain und Gablenz begrenzt.

Geographie

Adelsberg hat eine, wie die meisten Regionen um Chemnitz, mit Hügeln durchzogene Landschaft. Diese erreichen hier Höhen über 500 Meter. Die höchste Erhebung ist der namensgebende Adelsberg mit 508 Metern, welcher ein beliebtes Ausflugsziel der Chemnitzer Bevölkerung ist. Der Stadtteil wird vom Niederhermersdorfer Bach, Breitenlehnbach und Adelsberggraben bewässert. Geschichte

Adelsberg wurde 1934 durch den Zusammenschluss der beiden Dörfer Ober- und Niederhermersdorf gegründet. Niederhermersdorf war mit 322 ha wesentlich kleiner als Oberhermersdorf mit 801 ha. Daneben gab es noch Breitenlehn, einen Ortsteil von Oberhermersdorf. Der dörfliche Charakter des Stadtteils hat sich bis zum heutigen Tag erhalten. Eine Industrialisierung setzte sich so gut wie nicht durch.

Die erste urkundliche Erwähnung des Adelsbergs, der Anhöhe im Osten des heutigen Stadtteils, ist in einem Schreiben aus dem Jahr 1474 belegt, in dem zwei Bergleute den Kurfürsten von Sachsen um eine Schürferlaubnis bitten.

Die Entstehung der beiden Orte als fränkische Ansiedlungen fand um das Jahr 1300 statt. „Oberhermsdorff“ wurde 1290, „(Nieder-)Hermanstorf“ (Dorf eines Hermann) 1331 erstmalig urkundlich erwähnt. Eine weitere Nennung ist für 1518 („Niderhermersdorff“) nachweisbar. Beide Orte kamen mit der Auflösung des Chemnitzer Benediktinerklosters (1548) an das Amt Chemnitz. Wohnkultur

Charakteristisch für Adelsberg sind die zahlreich und in der Mehrzahl auftretenden Eigenheimsiedlungen. Adelsberg hat trotz der Nähe zur Chemnitzer Innenstadt und den Neubaugebieten in Gablenz seinen ländlichen Charakter erhalten und zeichnet sich durch eine ruhige Verkehrslage aus. Selten sind noch kleinere Straßen und Gassen mit Schotter befestigt. Für neue Wohngebiete werden immer wieder Felder und Acker erschlossen und neu bebaut. Freizeit und Erholung

Ein beliebtes Ausflugsziel im Stadtteil Adelsberg ist im Winter der „Katzenbuckl“ (oder auch „Hasenhügel“ genannt). Er ist den Anrainern und in den umliegenden Stadtteilen als Rodel- und Skifahrberg bekannt. Das zentral gelegene Adelsberg-Center bietet u. a. die Möglichkeit zum Einkaufen. Zudem befindet sich im Adelsberg-Center eine moderne und bekannte Bowlingbahn.

Bildung

In der Adelsberger Grundschule an der Adelsbergstraße werden Schüler der ersten bis vierten Klasse unterrichtet. Die Johann-Gottfried-Herder-Schule an der Kleinolbersdorfer Straße war eine Realschule für die älteren Klassenstufen. Sie ist seit 2002 geschlossen.

Religion

Die hier ansässige Kirchgemeinde ist die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Chemnitz-Adelsberg. Die Kirche der Gemeinde befindet sich im Kirchwinkel, einer kleinen Nebenstraße im mittlerem Ortsteil.

1545 wurden Oberhermersdorf (jetzt Adelsberg) und Reichenhain zu Schwesternkirchen verbunden. Der Wohnsitz der gemeinsamen Pfarrer beider Orte war in den folgenden 344 Jahren in Reichenhain, bis das Schwesternkirchverhältnis mit der kirchlichen Eigenständigkeit von Oberhermersdorf am 1. Oktober 1889 endete.

Sport

Zur Sportgemeinschaft Adelsberg e. V. gehören eine Fußballabteilung, die den großen und den kleinen Fußballplatz an der Cervantesstraße nutzt, sowie Basketball-, Volleyball- und Unihockeyabteilungen an. Zusätzlich bietet er noch Leichtathletik, Tischtennis, Gymnastik, Triathlon sowie Schach und eine Abteilung für den Wintersport. Ein besonderes Highlight der SG Adelsberg ist die Kindersportschule-Chemnitz (KiSS), die am 1. Juni 2005 als erste KiSS in den Neuen Bundesländern von Frau Katrin Adler gegründet wurde.
Quelle: Wikipedia



 

 

Altchemnitz

Altchemnitz ist ein Stadtteil im Süden von Chemnitz.

Der Ortsteil wurde am 1. Oktober 1894 eingemeindet. Durch Altchemnitz führt die B 95 (Annaberger Straße). Im Westen grenzt der Stadtteil an den Chemnitzfluss. Des Weiteren wird die Altchemnitzer Flur durch das Zentrum im Norden, Bernsdorf, Reichenhain und Erfenschlag im Osten und Harthau im Süden begrenzt. Lässt man den Chemnitzfluss außer Acht, grenzt Altchemnitz außerdem im Westen an die Stadtteile Markersdorf, Helbersdorf und Kapellenberg.

In Altchemnitz befinden sich u. a. das Einkaufszentrum „Altchemnitz-Center“ (ACC, Annaberger Straße), der „Europark“ (Schulstraße), die „Arbeitsagentur“ (Heinrich-Lorenz-Straße) und der „Wirkbau“ (Lothringer Straße) sowie die ehemalige Städtische Gasanstalt (Saydaer Straße, heute Gemarkung Bernsdorf) .

Im äußersten Süden dieses Stadtteils fließen, in Höhe der Harthauer Straße, die Flüsse Zwönitz und Würschnitz zum Chemnitzfluss zusammen. An dieser Stelle verbindet eine Brücke die beiden aneinander grenzenden Stadtteile Altchemnitz und Harthau. Unweit dieser Stelle befindet sich die Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 6, auf deren Terrain sich einst die ehemalige Ausflugsgaststätte „Reichels Neue Welt“ befand.

Geschichte

Altchemnitz wurde als einreihiges Waldhufendorf, schon früh zum Chemnitzer Benediktinerkloster gehörig, um 1200 als „Antiqua Kemnitz“ urkundlich ersterwähnt. Eine weitere Nennung stammt aus dem Jahr 1311 („Alden Kempnitz“). Man bezeichnete den Ort als im Vergleich zur jüngeren Stadt Chemnitz ältere Siedlung. Als erste Siedler gelten Wolfsjäger, deren Anwesen sich in etwa an der heutigen Straßenbahnendhaltestelle 6 befunden haben müssen. Nach der Säkularisation des Chemnitzer Klosters (1548) bestand bis 1831 eine kleine Exklave in Altchemnitz, die statt zum Amt Chemnitz, zu dem nun Altchemnitz gehörte, zum Amt Rochlitz zugehörig war. Schon früh entwickelte sich Altchemnitz zum Industriestandort. Bereits in den 1820er Jahren gab es eine rege Fabriktätigkeit entlang des Chemnitzflusses bis hin zur Stadt Chemnitz. Bis 1884 verschwanden die letzten Bauerngehöfte aus Altchemnitz, dafür entstanden noch größere Fabriken. Seit 1900 führt die Chemnitzer Straßenbahn bis in den oberen Ortsteil.


Quelle Wikipedia

 

 

Altendorf

Der Chemnitzer Stadtteil Altendorf liegt nordwestlich des Stadtzentrums und ist seit 1. Juli 1900 eingemeindet. Angrenzend an Altendorf sind die Stadtteile Borna-Heinersdorf, Schloßchemnitz, Kaßberg, Schönau und Rottluff.

In diesem Stadtteil befinden sich an der Flemmingstraße das „REHA-Zentrum für Blinde und Sehbehinderte“, die „Frauenklinik“ und das „Klinikum Chemnitz“. Mit dem „Krankenhaus Küchwald“ an der Bürgerstraße ist es mit einer Straße, die durch den Crimmitschauer Wald führt, verbunden. Am Kappler Hang ist die „Westkampfbahn“ und an der Waldenburger Straße die „Matthäus“-Kirche. Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Wie Altchemnitz bezeichnet Altendorf den Ort als im Gegensatz zu Chemnitz ältere Siedlung. Ebenso siedelten sich hier Wolfsjäger an, die sich zwischen der heutigen Waldenburger- und Limbacher Straße niederließen. Der Ort gehörte zunächst, teilweise sogar noch bis 1831 zum Amt Rochlitz, dann zum Amt Chemnitz.

Obwohl im 16. Jahrhundert ein Leinweber tätig war, blieb Altendorf bis in das 19. Jahrhundert eine Bauerngemeinde. Erst dann entwickelte sich Altendorf zu einer Arbeiterwohnsiedlung. Hier wohnten hauptsächlich Arbeiter aus dem angrenzenden Chemnitz. Somit bot es sich an Altendorf nach Chemnitz einzugemeinden, was im Jahr 1900 vollzogen wurde.

Schon 1905 wurde die Blindenanstalt an der Flemmingstraße gegründet. Im Jahr 1915 entstand Nahe dem Crimmitschauer Wald das heutige „Krankenhaus Küchwald“ und 1918 die „Frauenklinik“. Die „Säuglingsklinik“ folgte 1926/27. Seit 1982 befindet sich ein Neubau des Klinikums zwischen „Frauenklinik“ und „Krankenhaus Küchwald“, der seit 2005 modernisiert und erweitert wird.

Zwischen 1963 und 1966 entstand am nordwestlichen Rand Altendorfs das „Flemminggebiet“. Es gilt als das erste Chemnitzer Neubaugebiet. Insgesamt entstanden hier 3.700 Wohnungen für etwa 25.000 Menschen.

Crimmitschauer Wald

Der Crimmitschauer Wald, zwischen Borna und Altendorf, trägt vermutlich seit dem 14. Jahrhundert den Namen des Abtes Ulrich von Crimmitschau aus dem Chemnitzer Benediktinerkloster. Dem Kloster diente der Wald hauptsächlich zur Jagd. Nach der Auflösung des Klosters gehörten nur 21 ha des Waldes zur Chemnitzer Stadtflur. Erst mit der Eingemeindung Altendorfs im Jahr 1900 folgte der größere, restliche Teil. Heute gehört der gesamte Wald zur Gemarkung Borna. Angrenzend an den Crimmitschauer Wald sind das Max-Planck-Stadion, das Küchwaldkrankenhaus und der Botanische Garten.

Quelle wikipedia



 

 

Bernsdorf

Bernsdorf ist seit dem 1. April 1907 ein Stadtteil im Südosten von Chemnitz. Abwechslungsreiche Architektur prägt diesen innenstadtnahen Stadtteil mit über 600-jähriger Geschichte. Begrenzt wird der Stadtteil durch Bahnstrecken im Norden und Westen sowie im Osten durch die B 174. Angrenzend befinden sich die Stadtteile Zentrum, Lutherviertel, Gablenz, Reichenhain und Altchemnitz.

Geschichte

Das alte Klosterdorf wurde erstmals 1402 als „Beroldisdorf“ (Dorf eines Berold) urkundlich erwähnt. Eine weitere Nennung datiert auf das Jahr 1504 („Bernstorff“). Anfangs reichte der Bernsdorfer Flur fast bis an die Stadtmauern der Stadt Chemnitz, doch wurde der größte Teil Bernsdorfs 1402 vom Chemnitzer Kloster an den Rat der Stadt Chemnitz verkauft. Auf diesem Gelände entstand der Städtische Friedhof, später „(Alter) Johannisfriedhof“, heute „Park der Opfer des Faschismus“ genannt. Wie alle Klosterdörfer kam auch Bernsdorf, als das kleinste Klosterdorf (mit nur 148 ha), 1548 an das Amt Chemnitz.

Ende des 19. Jahrhunderts vergrößerte sich die Einwohnerzahl Bernsdorfs durch den Zuzug von Chemnitzer Arbeitern, die in der nahen Stadt in Fabriken arbeiteten. Es entstanden ab 1928 Wohnsiedlungen (u. a. an der Wartburgstraße, sowie 1930 der Robert-Straube-Hof an der Augsburger Straße) sowie Fabriken und Kleingartenanlagen, wodurch die ursprüngliche bäuerliche Bebauung fast vollständig verschwand.

Seit 1874 entstand an der Reichenhainer Straße der neue Städtische Friedhof, als der Johannisfriedhof an der Zschopauer Straße zu klein wurde. Seinen heutigen Umfang erreichte der Friedhof im Jahr 1922.

Des Weiteren entstanden nach der Eingemeindung nach Chemnitz zahlreiche kulturelle und sportliche Einrichtungen. So wurde 1910 die Bernsdorfer Schule und der Südbahnhof eingeweiht, 1925 das Sommerbad (als „Wikingbad“) an der Bernsdorfer Straße sowie 1938 die Großkampfbahn (auch „Südkampfbahn“, im heutigen Sportforum) an der Reichenhainer Straße eröffnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1950 die Radrennbahn im heutigen Sportforum eingeweiht. Im Jahr 1969 wurde das Hallenbad eröffnet.

Massive Luftangriffe im Jahr 1945 führten, vor allem in Innenstadtnähe, zu großen Zerstörungen in Bernsdorf. Während viele Baulücken bis heute bestehen, wurden in den 1950er Jahren hier teilweise moderne Wohnanlagen errichtet, ein Beispiel hierfür ist die Kleinsiedlung Bernsdorfer Plan. Sie liegt neben dem „Robert-Straube-Hof“ und hat eine grüne und ruhige Lage ohne störenden Durchgangsverkehr. Die insgesamt elf dreigeschossigen Wohnhäuser mit Satteldach zeigen, dass es auch in der DDR attraktive Wohnensembles gab.

Nach der Grundsteinlegung für das „Institut für Mechanik der Akademie der Wissenschaften der DDR“ an der Reichenhainer Straße im Jahr 1985 entwickelte sich Bernsdorf zu einem Universitätsstandort. 1986 erhielt die Technische Hochschule den Status einer Technischen Universität. Mit dem Bau des neuen Hörsaalkomplexes an der Reichenhainer Straße wurde 1998 begonnen.

Studentenviertel

Heute ist dieser Stadtteil von Chemnitz das Zentrum des studentischen Lebens der sächsischen Industriestadt. In zentraler Lage befindet sich die Technische Universität Chemnitz, die mit fast 11.000 Studenten drittgrößte sächsische Hochschule. Der Campus verfügt mit Mensa, Kino, Studentenclubs, Kneipen und Sporteinrichtungen sowie dem nahe gelegenen Szenetreff Südbahnhof über ein komplettes und kostengünstiges Freizeitangebot. Das dichte infrastrukturelle Netz mit allen Versorgungseinrichtungen und die günstige Nahverkehrsanbindung gehören zu den weiteren Vorzügen im Viertel. Noch ist Chemnitz keine typische Studentenstadt, jedoch ist gerade Bernsdorf mit seiner wachsenden Zahl an Kneipen auf dem besten Wege, sich zu einem Szeneviertel zu entwickeln. Die teils gründerzeitliche, teils offene Bebauung bietet Akademikern in unmittelbarer Campusnähe kostengünstige und individuelle Wohnmöglichkeiten. Mit der Ansiedlung des neuen „Technologieparks“ werden zudem ideale Voraussetzungen für junge Existenzgründer im Stadtteil geschaffen. Wichtige Einrichtungen

* Größter Teil der Einrichtungen der Technischen Universität Chemnitz (Hörsäle, Seminarräume, Institute, Teilbibliotheken, Neue Mensa, Internate, Sportstätten, etc.) * Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik * Sportforum (Hauptstadion – Zuschauerkapazität: 18.500 Plätze; Leichtathletik- /Mehrzweckhalle – Zuschauerkapazität: 1.450 Plätze; Radrennbahn – Zuschauerkapazität: 15.000 Plätze; drei Rasenplätze, zwei Hartplätze, Kunstrasenplatz; eine 50-Meter-Schwimmhalle; Boxer-/Ringerhalle; zwei Kunstturnhallen; Spielhalle; Judohalle) * Freibad am Bernsbach sowie Hallenbad an der Bernsdorfer Straße * Städtischer Friedhof mit Krematorium
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Ebersdorf

Ebersdorf ist ein Stadtteil im Nordosten von Chemnitz an der B 169 in Richtung Frankenberg. Im Norden hat sich der Charakter eines Waldhufendorfes bewahrt, im Süden verschmolz Ebersdorf mit den am Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen Arbeiterwohnsiedlungen mit dem Stadtteil Hilbersdorf. Des Weiteren grenzt Ebersdorf an die Stadtteile Furth und Glösa-Draisdorf sowie an den Ortsteil Lichtenwalde der Gemeinde Niederwiesa. Das wohl bekannteste Bauwerk ist die Stiftskirche Ebersdorf, die in ihrer heutigen Form von 1400 bis 1470 erbaut wurde. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das im ehemaligen Rathaus in der Silcherstraße befindliche Schulmuseum.

Geschichte

Wahrscheinlich im 12. Jahrhundert entstanden, wird der Ort als „Ebirhardisdorf“ erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1324 genannt. Die hier ansässigen Bauern waren den Herren von Lichtenwalde bis in das 19. Jahrhundert hinein lehnspflichtig. Die Eingemeindung zur Stadt Chemnitz erfolgte am 1. Juli 1919.

Bereits am 26. Januar 1914 wurde der „Schnelle Markt“ (Gemarkungsgröße: 2,5 ha) von Ebersdorf nach Hilbersdorf eingemeindet. Der Name könnte auf einen Grenzwald der Schellenberger („Scheller Mark“) aus Augustusburg hindeuten. Eine weitere Theorie zum Flurnamen geht von einem „Schnellmarkt“ (1570 als „Schnellmarckt“ bezeichnet) aus, der, zum Unterschied zum Chemnitzer Holz-, Ross- und Topfmarkt, von durchziehenden Händlern genutzt wurde. Heute gehört dieses Gebiet, ebenso wie das sogenannte Alt-Hilbersdorf (der nördliche Teil des ursprünglichen Hilbersdorfs), zur Gemarkung Ebersdorf.
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Erfenschlag

Erfenschlag ist ein süd-östlich gelegener Ortsteil von Chemnitz. Er ist ca. 8 km vom Stadtzentrum entfernt und grenzt an die Chemnitzer Stadtteile Reichenhain, Adelsberg, Einsiedel, Harthau und Altchemnitz. Erfenschlag zählt 1038 Einwohner (Stand: Oktober 2004) und ist damit der Stadtteil mit der kleinsten Einwohnerzahl.

Geschichte

Zur Zeit der deutschen Ostexpansion wurde Erfenschlag als Waldhufendorf gegründet. Im Jahr 1402 wird der Ort in Verbindung mit der „Erfenslegere straße“ erstmalig erwähnt. Weitere Erwähnungen fanden 1439 (als „Erfferslag“) und 1486 (als „Erfferslagk“) statt. Der Name bedeutet soviel wie „Rodungsinsel eines Erfers“. Bereits ab dem 13. Jahrhundert war Erfenschlag der Herrschaft Einsiedel lehnspflichtig. Dann ab 1446 unterstand der Ort der Pflege Schellenberg. Seit 1539 ist Erfenschlag nach Einsiedel gepfarrt. Im Jahr 1696 kam der Ort an das Amt Wolkenstein, 1843 erst zum Amt, dann 1875 zur Amtshauptmannschaft Chemnitz. Am 1. Juli 1950 wurde Erfenschlag nach Chemnitz eingemeindet.

Bereits 1808 entstand hier eine der ersten sächsischen Spinnmühlen. Sie wurde vom Chemnitzer Handelshaus Schnabel & Co. gegründet. Im Zweiten Weltkrieg wurde diese Spinnmühle stark beschädigt, worauf sie 1959 abgebrochen wurde.

Erfenschlag war schon ab 1539 nach Einsiedel gepfarrt und besitzt keine eigene Kirche. Im Jahr 2000 wurde die Schwesternkirchgemeinde „Einsiedel – Reichenhain mit Erfenschlag und Berbisdorf“ gebildet.

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Furth

Furth, am 1. Juli 1913 eingemeindet, ist ein nördlich gelegener Ortsteil von Chemnitz, durch den der Fluss Chemnitz fließt. Durch Furth führt die B 107 (Chemnitztalstraße). Der Ortsteil ist reich an Industrieanlagen, so befinden sich u. a. an der Blankenburgstraße das Heizkraftwerk Chemnitz-Nord und der Abfallentsorgungsbetrieb ASR. Die Stadtwerke und enviaM befinden sich an der Chemnitztalstraße.

Angrenzende Stadtteile sind (von Norden im Uhrzeigersinn) Glösa, Ebersdorf, Zentrum, Schloßchemnitz und Borna. Die Gemarkungsgrenze bildet im Süden und Westen die Eisenbahnstrecke nach Rochlitz, im Osten die Eisenbahnstrecke nach Riesa.

Mit den Buslinien 22 und 23 ist Furth mit dem Stadtzentrum verbunden. Bis 1972 führte noch die eingleisige Straßenbahnlinie 7 bis zum Further Trift.

Geschichte

Furth wird 1338 (Forth), erneut 1402 (Furt), erstmalig urkundlich erwähnt. Der Name deutet auf eine Furt hin, durch die der Chemnitzfluss fließt. Westlich des Chemnitzflusses befanden sich die Fischteiche des Chemnitzer Benediktinerklosters, daran erinnert heute noch der Damm- und der Fischweg.

An der Blankenauer Straße lag nördlich der beiden Eisenbahnbrücken ein ehemaliges Landgut („Die Scheibe“). Es war seinerzeit das größte Landgut (53,9 ha) innerhalb der alten Stadtgrenzen. Es gehörte von 1841 bis 1843 der Interessengruppe „Comitee der erzgebirgischen Eisenbahn“, das die erste Eisenbahn in Chemnitz baute. Bis zum Zweiten Weltkrieg diente es als Ausflugsziel mit Gasthof und Tiergarten. Heute befindet sich an dieser Stelle eine Tankstelle.

Die Möbelstoff-Weberei Cammann & Co. AG ließ nördlich dieses Gasthofes von 1923 bis 1925 das erste Chemnitzer Hochhaus nach einem Entwurf des Architekten Willy Schönefeld errichten. Dieses 40 m hohe, achtgeschossige Gebäude wird heute als Bürogebäude genutzt.

Auch in Furth begann im frühen 19. Jahrhundert die Industrialisierung. So gründete z.B. J. C. Irmscher 1812 eine Maschinenspinnerei, die in den 1950er Jahren für die Verbreiterung der Chemnitztalstraße weichen musste.

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Gablenz

Gablenz ist ein Stadtteil im Südosten von Chemnitz.

Geographie

Angrenzende Stadtteile sind im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, das Yorckgebiet, Adelsberg, Bernsdorf, Lutherviertel und Sonnenberg.

Geschichte

Das ehemalige Bauerndorf Gablenz wurde um 1200 (als Gabilencia) erstmalig im Zinsregister des Chemnitzer Benediktinerkloster urkundlich erwähnt. Seinen Namen hat Gablenz nach dem gleichnamigen Bach erhalten, der den Ort durchfließt. Der Name stammt aus dem slawischen und bedeutet „Apfelbaumbach“, er wurde 1888 zur Stadt Chemnitz hin überdacht. Der Gablenzbach mündet unterirdisch in Höhe der heutigen Rochlitzer Straße in den Chemnitzfluss.

Andreaskirche

Das alte Waldhufendorf erstreckte sich einst von der Chemnitzer Johannisvorstadt im Westen bis nach Euba im Osten. Im Norden grenzte Gablenz an den Zeisigwald (heute als Yorckgebiet bekannt), der Nordosten reichte bis über den Sonnenberg hinaus. Im Jahr 1402 verkaufte das Chemnitzer Kloster den westlichen Teil des zum Kloster gehörenden Gablenz an die Stadt Chemnitz, womit sich die Flugrenze bis zur heutigen Zeiß- und Jahnstraße verschob. Mit der Auflösung des Chemnitzer Benediktinerklosters im Jahr 1547 kam Gablenz an das Amt Chemnitz. Wie viele umliegende Dörfer wurde auch Gablenz im Dreißigjährigen Krieg mehrfach verwüstet und ausgeplündert.

Die Chemnitzer Bannmeile verhinderte eine schnellere Entwicklung der Gemeinde, erst im 19. Jahrhundert siedelten sich beiderseits des Gablenzbaches Fabriken an. Durch den dadurch einsetzenden Zuzug entwickelte sich Gablenz zu einer Arbeiterwohnsiedlung, zum Beispiel an der Geibel- und Clausstraße. Immer mehr wuchs Gablenz im Westen mit der Stadt Chemnitz zusammen, so wurde die Gemeinde am 1. April 1900 nach Chemnitz eingemeindet. Im östlichen Randgebiet entstand 1967 bis 1970 eine Siedlung mit Wohnblöcken in Plattenbauweise, die noch heute Hans-Beimler-Gebiet genannt wird. Eine weitere Plattenbausiedlung wurde im Nordosten in den Jahren 1970 bis 1974 als Wohngebiet Yorckstraße errichtet, welche seit 1992/93 den Stadtteil Yorckgebiet bildet.

In der jüngeren Vergangenheit erfährt Gablenz, auf Grund umfangreicher Sanierungen der Wohnquartiere, großen Bevölkerungszuwachs. So wurden unter anderem die Wohngebiete Heimgarten, Sachsenring, Kreher- und Zschopauer Straße wieder belebt. Auch die außerordentlich vielen Gartenanlagen, die sich zwischen den Wohnsiedlungen befinden, machen Gablenz zu einem beliebten Wohnstandort.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch Gablenz führt die Chemnitzer Stadtbahnlinie 5 der Chemnitzer Verkehrs-Aktiengesellschaft (CVAG) mit den Haltestellen Reineckerstraße, Nürnberger Straße, Gablenzplatz, Arthur-Strobel-Straße, Pappelhain und Gablenz. Außerdem erreicht man den Stadtteil mit den Buslinien 43, 62 und 72 sowie der Nachtlinie N13. Außerdem ist ein Zugang aus südlicher Richtung durch die Buslinie 33 möglich. Längste Straße ist die Carl-von-Ossietzky-Straße, die nicht nur selbst durch zahlreiche Wohngebiete (beispielsweise Lutherviertel, Hans-Beimler-Gebiet) führt, sondern sich vor allem mit Straßen kreuzt, an denen bedeutende und teils denkmalgeschützte Siedlungen liegen (Heimgarten-Siedlung, Geibelstraße/Gartenstadt).

Bildung

Bis Februar 2008 befand sich in Gablenz das Johannes-Kepler-Gymnasium, das – wegen seiner erstklassigen Ausbildung im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich – bis über die Grenzen der Stadt Chemnitz hinaus bekannt ist. Es ist in den Winterferien 2008 in die sanierte Schule auf der Humboldthöhe umgezogen. Auch die Friedrich-Adolf-Wilhelm-Diesterweg-Mittelschule sowie die Gablenzer Mittelschule und die Grundschule Gablenz (ehemals Ernst-Enge-Schule) sind zu nennen.

Gablenz-Center

An der Ernst-Enge-Straße befindet sich das ehemalige Versorgungszentrum „Hans Beimler“. In den späten 1990er-Jahren wurde es komplett modernisiert und erweitert und trägt heute den Namen Gablenz-Center. Es bietet dem Anrainer in kleineren und größeren Lebensmittel-, Drogerie-, Büchermärkten mehrere Einkaufsmöglichkeiten. Die zentrale Rolle erfüllt es, indem es unter anderem gastronomische Einrichtungen, Apotheke, Frisöre und zwei Bankfilialen beherbergt.

Sehenswürdigkeiten

Gartenstadt Gablenzsiedlung

Mitten im Herzen von Gablenz befindet sich die Gartenstadt Gablenzsiedlung. Das außergewöhnliche architektonische Kleinod besticht durch seine stilvollen Außenanlagen und abwechslungsreiche, harmonische Fassadengestaltung. Die fast geschlossen erhaltene Siedlung wurde zwischen 1910 und 1937 erbaut und zwischen 1999 und 2003 denkmalschutzgerecht saniert. Im Jahre 2003 wurde die Gartenstadt mit dem Deutschen Bauherrenpreis ausgezeichnet. Die gesamte Altstadt, die heute aus einer zusammenhängenden Bebauung von rund 60 Häusern besteht, ist als Flächendenkmal geschützt.

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Glösa-Draisdorf

Glösa-Draisdorf wurde am 1. Juli 1950 nach Chemnitz eingemeindet und ist ein nördlich gelegener Stadtteil von Chemnitz. Wie durch das im Süden angrenzende Furth führt die B 107 (Chemnitztalstraße). Nur im kleineren Ortsteil Draisdorf fließt der Chemnitzfluss hindurch. In diesem Stadtteil befindet sich der Sechsruthen- und der Glösaer Wald, die „Kohlung“ sowie die Autobahn-Anschlussstelle Chemnitz-Glösa.

Angrenzende Gemeinden und Chemnitzer Stadtteile sind (von Norden im Uhrzeigersinn) Auerswalde, Ebersdorf, Furth, Borna-Heinersdorf und Wittgensdorf. An der Eisenbahnstrecke nach Rochlitz hat Glösa einen Bahnhof.

An den Öffentlichen Nahverkehr ist Glösa-Draisdorf mit den Buslinien 22, 46 und 63 angeschlossen.

Geschichte

Glösa

Die erste urkundliche Erwähnung von Glösa findet im Jahre 1286 (Glese) statt. Der Name weist auf den Glösbach hin, der in etwa „die Glänzende“ bedeutet. Gegründet wurde der Ort im heutigen Unterdorf, das der Glösbach rechtsseitig des Chemnitzflusses durchfließt. Der unmittelbar an der Chemnitztalstraße gelegene Langteich war mit einer, heute verschütteten, Teichanlage im Besitz eines Freigutes. Glösaer Kirche

Im 19. Jahrhundert waren die Ziegelherstellung und die Strumpfwirkerei die wichtigsten Gewerbezweige. Ab 1910 veränderte sich das Ortsbild, denn Arbeiterwohnsiedlungen entstanden. Zuerst im unteren Ortsteil, ab 1919 auch auf dem Glösaer Berg bis hin nach Ebersdorf. Somit stieg die Einwohnerzahl enorm. Hatte Glösa 1890 nur 1084 Einwohner, waren es 1939 schon 4553. Noch heute ist Glösa ein beliebter, da waldreicher, Wohnort. Im Jahr 1933 wurde Draisdorf, mit nur 430 Einwohnern, nach Glösa eingemeindet.

Die Glösaer Kirche wurde wahrscheinlich schon im 13. Jahrhundert, außerhalb des alten Dorfkernes, auf dem Eierberg errichtet. Von hier aus hatte man Sicht bis zum Chemnitzer Kloster, zur ehemaligen Burg Blankenau und über die Chemnitzfurt.

Draisdorf

Das Platzdorf Draisdorf gehörte schon früh zur Herrschaft Blankenau, deren Burg (die Blankenburg) sich im heutigen Heinersdorf befand. Der Ort wird 1338 (Dragensdorff), erneut 1518 (villa Drogistorff), erwähnt. Seit 1933 ist Draisdorf nach Glösa und seit 1950 nach Chemnitz eingemeindet.

In einer Talmulde östlich des Chemnitzflusses sammelten sich einzelne Gehöfte um einen Mittelpunkt zusammen. Noch heute ist der bäuerliche Charakter Draisdorfs erhalten. Von den 10 Gehöften wurden nur einige wenige abgebrochen.

Sechsruthen-Wald

Das etwa 1,5 km lange und nur 0,5 km breite Waldstück erstreckt sich entlang der Autobahn A 4. Der Name geht auf eine alte Parzellierung zurück. Sechs ehemalige Flurstücke waren je sechs Ruten (eine sächsische Rute = 3,39 m) lang.

Im unteren Teil des Waldes liegt die Seidelmannhöhle. Der Name dieser Höhle ging aus einer alten Ortssage hervor. Ein Chemnitzer Beamter war berüchtigt für seine Härte und Grausamkeit. Nach seinem Tod soll er keine Ruhe gegeben haben und spukte als böser Geist umher, bis er schließlich in den Sechsruthen-Wald verbannt wurde.

Kohlung

Bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts war die Kohlung (erstmals 1522 erwähnt) ein etwa 2 km² großes Waldstück. Danach wurde es als Siedlungsgebiet erschlossen. Der Name bedeutet, dass hier einst Kohlenmeiler rauchten. Südlich der Eisenbahnstrecke nach Riesa grenzt die Kohlung an den Ebersdorfer Wald.

Quelle Wikipedia



 

 

Helbersdorf

Hilbersdorf ist ein Stadtteil im Osten von Chemnitz am Nordrand des Zeisigwaldes. Der Ortsteil wurde am 1. April 1904 eingemeindet. Durch Hilbersdorf führt die B 169. Nach Nordosten schließt sich der ländliche Stadtteil Ebersdorf an.

In Hilbersdorf befand sich ab 1896 der ehemals größte Rangierbahnhof des Deutschen Reiches. Hier konnte man eine außergewöhnliche Rangiertechnik im Einsatz erleben: anstatt mit Lokomotiven wurden die Güterzüge mittels einer Seilablaufanlage bewegt. Damit verbunden war eine außergewöhnliche Geräuschkulisse. Von den sich zwischen den Schienen bewegenden flachen Wagen der Seilablaufanlage ging aus Sicherheitsgründen ein ständiges „Gebimmel“ aus. Die zahlreichen Beleuchtungsmasten sorgten zudem auch nachts für Tageslicht. Eine bedeutende Sehenswürdigkeit in diesem Zusammenhang ist das Sächsische Eisenbahnmuseum.

Hilbersdorf ist bekannt als Hauptfundort des „Chemnitzer Versteinerten Waldes“. Bei einem Vulkanausbruch vor ungefähr 290 Millionen Jahren wurden durch den Ascheregen im Umkreis von ca. 10 Kilometern Bäume konserviert und verkieselten über Jahrmillionen.

Ein Abzweig der alten Salzstraße von Halle über Leipzig und Chemnitz nach Prag führte vermutlich durch Hilbersdorf.

Interessant ist das Kanonenkugelhaus. Zwei an der Vorderseite eines alten Hauses an der Frankenberger Straße 156 angebrachte Kugeln zeugen vom Aufeinandertreffen am 14. Oktober 1813 zwischen russischen und französischen Truppen auf dem Weg zur Völkerschlacht bei Leipzig. Die Kugeln trafen das Haus jedoch nicht, man fand sie in umlegenen Feldern.

Ebenfalls stand in Hilbersdorf von 1975 an bis zum 17. Juli 1991 der „Panzer“, ein ausgedienter T 34 der Roten Armee mit stadteinwärts gerichteter Geschützmündung, welcher an die Befreiung vom Hitlerfaschismus erinnerte. 1980 sorgte die versuchte Sprengung dieses Panzers durch Josef Kneifel für Aufsehen.

Geschichte

Hilbersdorf entstand während der deutschen Ostexpansion, als das Erzgebirge von deutschen Siedlern erschlossen wurde. Seine urkundliche Ersterwähnung erfuhr Hilbersdorf im Jahr 1290 als Hillebrandisdorff („Dorf eines Hildebrand“). In einer weiteren Urkunde von 1540 wird der Ort als Hilberschdorf genannt. Das alte Ortszentrum, mit der darin befindlichen, im 16. Jahrhundert errichteten Katharinenkirche, wurde zugunsten des Baus der Gleisanlagen für die Eisenbahnstrecke Chemnitz-Flöha 1863–1866 abgebrochen. Für die Katharinenkirche entstand die 1866 geweihte Trinitatis-Kirche an der Frankenberger Straße.

Bis in das 18. Jahrhundert behielt der Ort seine bäuerliche Struktur bei. Erst dann, begünstigt durch die industrielle Entwicklung des nahen Chemnitz, änderte sich die Wirtschaftsstruktur. Von großer Bedeutung war der Abbau des Porphyrtuffs (korrekt: ein Tuff einer ignimbritischen Abfolge) im angrenzenden Zeisigwald. Dadurch begünstigt bildete sich im 19. Jahrhundert ein Zentrum des Steinmetzhandwerks heraus, das 1870 eine Hochkonjunktur erlebte. Dessen Werksteine wurden vornehmlich im Industrie- und Wohnungsbau in und um Chemnitz verwendet. Nach 1945 kam dieser Abbau jedoch zum Erliegen.

Zu der Zeit, als Hilbersdorf zur Stadt Chemnitz hin bebaut wurde, fand man verkieselte Stämme. Sie blieben durch verfestigte vulkanische Asche erhalten. An diesen Fund erinnert das Orth-Denkmal (an der Kreuzung Zeiß- und Orthstraße), benannt nach August Orth, dem Berliner Architekten, der als Grundbesitzer dieses 1870–1900 bebauten Geländes die Stämme der Stadt Chemnitz schenkte.

Von Ebersdorf wurde am 26. Januar 1914 der „Schnelle Markt“ eingemeindet. So konnte man auch hier notwendig gewordene Wohnsiedlungen errichten. Heute gehört dieses Gebiet, sowie ein Teil Hilbersdorfs nördlich der Eisenbahnbrücke der Linie Chemnitz-Dresden, wieder zur Gemarkung Ebersdorf.

Quelle wikipedia

 

 

Hilbersdorf

Hilbersdorf ist ein Stadtteil im Osten von Chemnitz am Nordrand des Zeisigwaldes. Der Ortsteil wurde am 1. April 1904 eingemeindet. Durch Hilbersdorf führt die B 169. Nach Nordosten schließt sich der ländliche Stadtteil Ebersdorf an.

In Hilbersdorf befand sich ab 1896 der ehemals größte Rangierbahnhof des Deutschen Reiches. Hier konnte man eine außergewöhnliche Rangiertechnik im Einsatz erleben: anstatt mit Lokomotiven wurden die Güterzüge mittels einer Seilablaufanlage bewegt. Damit verbunden war eine außergewöhnliche Geräuschkulisse. Von den sich zwischen den Schienen bewegenden flachen Wagen der Seilablaufanlage ging aus Sicherheitsgründen ein ständiges „Gebimmel“ aus. Die zahlreichen Beleuchtungsmasten sorgten zudem auch nachts für Tageslicht. Eine bedeutende Sehenswürdigkeit in diesem Zusammenhang ist das Sächsische Eisenbahnmuseum.

Hilbersdorf ist bekannt als Hauptfundort des „Chemnitzer Versteinerten Waldes“. Bei einem Vulkanausbruch vor ungefähr 290 Millionen Jahren wurden durch den Ascheregen im Umkreis von ca. 10 Kilometern Bäume konserviert und verkieselten über Jahrmillionen.

Ein Abzweig der alten Salzstraße von Halle über Leipzig und Chemnitz nach Prag führte vermutlich durch Hilbersdorf.

Interessant ist das Kanonenkugelhaus. Zwei an der Vorderseite eines alten Hauses an der Frankenberger Straße 156 angebrachte Kugeln zeugen vom Aufeinandertreffen am 14. Oktober 1813 zwischen russischen und französischen Truppen auf dem Weg zur Völkerschlacht bei Leipzig. Die Kugeln trafen das Haus jedoch nicht, man fand sie in umlegenen Feldern.

Ebenfalls stand in Hilbersdorf von 1975 an bis zum 17. Juli 1991 der „Panzer“, ein ausgedienter T 34 der Roten Armee mit stadteinwärts gerichteter Geschützmündung, welcher an die Befreiung vom Hitlerfaschismus erinnerte. 1980 sorgte die versuchte Sprengung dieses Panzers durch Josef Kneifel für Aufsehen.

Geschichte

Hilbersdorf entstand während der deutschen Ostexpansion, als das Erzgebirge von deutschen Siedlern erschlossen wurde. Seine urkundliche Ersterwähnung erfuhr Hilbersdorf im Jahr 1290 als Hillebrandisdorff („Dorf eines Hildebrand“). In einer weiteren Urkunde von 1540 wird der Ort als Hilberschdorf genannt. Das alte Ortszentrum, mit der darin befindlichen, im 16. Jahrhundert errichteten Katharinenkirche, wurde zugunsten des Baus der Gleisanlagen für die Eisenbahnstrecke Chemnitz-Flöha 1863–1866 abgebrochen. Für die Katharinenkirche entstand die 1866 geweihte Trinitatis-Kirche an der Frankenberger Straße.

Bis in das 18. Jahrhundert behielt der Ort seine bäuerliche Struktur bei. Erst dann, begünstigt durch die industrielle Entwicklung des nahen Chemnitz, änderte sich die Wirtschaftsstruktur. Von großer Bedeutung war der Abbau des Porphyrtuffs (korrekt: ein Tuff einer ignimbritischen Abfolge) im angrenzenden Zeisigwald. Dadurch begünstigt bildete sich im 19. Jahrhundert ein Zentrum des Steinmetzhandwerks heraus, das 1870 eine Hochkonjunktur erlebte. Dessen Werksteine wurden vornehmlich im Industrie- und Wohnungsbau in und um Chemnitz verwendet. Nach 1945 kam dieser Abbau jedoch zum Erliegen.

Zu der Zeit, als Hilbersdorf zur Stadt Chemnitz hin bebaut wurde, fand man verkieselte Stämme. Sie blieben durch verfestigte vulkanische Asche erhalten. An diesen Fund erinnert das Orth-Denkmal (an der Kreuzung Zeiß- und Orthstraße), benannt nach August Orth, dem Berliner Architekten, der als Grundbesitzer dieses 1870–1900 bebauten Geländes die Stämme der Stadt Chemnitz schenkte.

Von Ebersdorf wurde am 26. Januar 1914 der „Schnelle Markt“ eingemeindet. So konnte man auch hier notwendig gewordene Wohnsiedlungen errichten. Heute gehört dieses Gebiet, sowie ein Teil Hilbersdorfs nördlich der Eisenbahnbrücke der Linie Chemnitz-Dresden, wieder zur Gemarkung Ebersdorf.

Quelle wikipedia

 

 

Hutholz

Der Stadtteil Markersdorf liegt im Süden von Chemnitz. An Markersdorf grenzen die Stadtteile Helbersdorf, Altchemnitz, Harthau, Hutholz und Morgenleite. Ursprünglich gehörten auch die Stadtteile Hutholz und Morgenleite zur Markersdorfer Flur, somit reichte Markersdorf auch über die Stollberger Straße hinaus bis zum Stadtteil Stelzendorf und zur Gemeinde Neukirchen.

Die Plattenneubauten der Baugebiete III, IV und VII des früheren „Fritz-Heckert-Gebietes“ umsäumen den alten Dorfkern Markersdorfs. Ebenso das Baugebiet V in Morgenleite und das Baugebiet VIII in Hutholz. Im östlichen Teil befindet sich ein Teilstück das „Stadtparks“, der Chemnitzfluss trennt den Stadtteil von Altchemnitz. In Morgenleite befindet sich die sog. „Grüne Mitte“ des „Heckertgebietes“ mit dem Einkaufszentrum „Vita-Center“ an der Wladimir-Sagorski-Straße.

Geschichte

Markersdorf war ein zweiseitiges Waldhufendorf, welches 1331 als „Margkirsdorff“ (= Dorf eines Markwarts) erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Wie alle Chemnitzer Klosterdörfer kam es 1548 zum Amt Chemnitz. Am 1. Juli 1919 wurde der Ort nach Chemnitz eingemeindet und war noch bis 1925 nach Neukirchen gepfarrt, danach nach Altchemnitz. Die bäuerliche Dorflage hat sich noch lange erhalten, wurde aber ab 1975 für den Bau der Plattenneubauten des „Fritz-Heckert-Gebietes“ erschlossen.

Auch schon lange vor dem Bau des „Heckerts“ entstanden in den Randgebieten Markersdorfs eine Reihe von Wohnsiedlungen, so die „Südrandsiedlung“ (heute Gemarkung Stelzendorf), der „Neue Anbau“, die „Morgenleite“ und die Siedlung „Am Harthwald“.

Hutholz / Morgenleite

Die Stadt Chemnitz beschloss in den Jahren 1992/93 eine Neugliederung der Stadtteile, so entstanden im westlichen Teil Markersdorfs die Stadtteile Morgenleite (benannt nach der in den 1920er Jahren entstandenen „Morgenleite“-Siedlung an der Stollberger Straße) und Hutholz (nach dem angrenzenden Waldstück in der Gemeinde Neukirchen). Während Morgenleite die Baugebiete V und VI des vormaligen „Fritz-Heckert-Gebietes“ und den westlichen Teil des alten Dorfkerns von Markersdorf einschließt, befindet sich in Hutholz das gesamte Baugebiet VIII. Eine Besonderheit verbindet Hutholz mit der angrenzenden Gemeinde Neukirchen, denn 1981 wurde für den Bau der Plattenneubauten ein Gebiet an der Neukirchner Höhe zwangseingemeindet. Bestrebungen seitens Neukirchens dieses Gebiet zurückzuerhalten scheiterten 1994. Besonders betroffen ist Hutholz, zusammen mit Markersdorf, vom Einwohnerschwund, der seit Mitte der 1990er Jahre einsetzte, weshalb besonders hier viele erst etwa 20 Jahre alte Häuser zumeist abgebrochen oder aber auch saniert wurden.

Verkehr

An das Straßenbahnnetz der CVAG ist Markersdorf mit der Linie 5 angeschlossen, die den Stadtteil mit der Innenstadt verbindet. Die Straßenbahnlinie 4 führt von Hutholz über Morgenleite an der Stollberger Straße ebenso ins Stadtzentrum. Die Omnibusse der Linien 22, 36, 93 und N15 des Nachtnetzes verbinden Markersdorf, Hutholz und Morgenleite mit den anderen Chemnitzer Stadtteilen.

Im Norden bildet der Südring die Grenze zu Helbersdorf. Die B 169 trennt Hutholz und Morgenleite von Stelzendorf. Die Wolgograder Allee ist die längste Straße, die Markersdorf auch mit Hutholz verbindet.
Quelle wikipedia

 

 

Markersdorf

Der Stadtteil Markersdorf liegt im Süden von Chemnitz. An Markersdorf grenzen die Stadtteile Helbersdorf, Altchemnitz, Harthau, Hutholz und Morgenleite. Ursprünglich gehörten auch die Stadtteile Hutholz und Morgenleite zur Markersdorfer Flur, somit reichte Markersdorf auch über die Stollberger Straße hinaus bis zum Stadtteil Stelzendorf und zur Gemeinde Neukirchen.

Die Plattenneubauten der Baugebiete III, IV und VII des früheren „Fritz-Heckert-Gebietes“ umsäumen den alten Dorfkern Markersdorfs. Ebenso das Baugebiet V in Morgenleite und das Baugebiet VIII in Hutholz. Im östlichen Teil befindet sich ein Teilstück das „Stadtparks“, der Chemnitzfluss trennt den Stadtteil von Altchemnitz. In Morgenleite befindet sich die sog. „Grüne Mitte“ des „Heckertgebietes“ mit dem Einkaufszentrum „Vita-Center“ an der Wladimir-Sagorski-Straße.

Geschichte

Markersdorf war ein zweiseitiges Waldhufendorf, welches 1331 als „Margkirsdorff“ (= Dorf eines Markwarts) erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Wie alle Chemnitzer Klosterdörfer kam es 1548 zum Amt Chemnitz. Am 1. Juli 1919 wurde der Ort nach Chemnitz eingemeindet und war noch bis 1925 nach Neukirchen gepfarrt, danach nach Altchemnitz. Die bäuerliche Dorflage hat sich noch lange erhalten, wurde aber ab 1975 für den Bau der Plattenneubauten des „Fritz-Heckert-Gebietes“ erschlossen.

Auch schon lange vor dem Bau des „Heckerts“ entstanden in den Randgebieten Markersdorfs eine Reihe von Wohnsiedlungen, so die „Südrandsiedlung“ (heute Gemarkung Stelzendorf), der „Neue Anbau“, die „Morgenleite“ und die Siedlung „Am Harthwald“.

Hutholz / Morgenleite

Die Stadt Chemnitz beschloss in den Jahren 1992/93 eine Neugliederung der Stadtteile, so entstanden im westlichen Teil Markersdorfs die Stadtteile Morgenleite (benannt nach der in den 1920er Jahren entstandenen „Morgenleite“-Siedlung an der Stollberger Straße) und Hutholz (nach dem angrenzenden Waldstück in der Gemeinde Neukirchen). Während Morgenleite die Baugebiete V und VI des vormaligen „Fritz-Heckert-Gebietes“ und den westlichen Teil des alten Dorfkerns von Markersdorf einschließt, befindet sich in Hutholz das gesamte Baugebiet VIII. Eine Besonderheit verbindet Hutholz mit der angrenzenden Gemeinde Neukirchen, denn 1981 wurde für den Bau der Plattenneubauten ein Gebiet an der Neukirchner Höhe zwangseingemeindet. Bestrebungen seitens Neukirchens dieses Gebiet zurückzuerhalten scheiterten 1994. Besonders betroffen ist Hutholz, zusammen mit Markersdorf, vom Einwohnerschwund, der seit Mitte der 1990er Jahre einsetzte, weshalb besonders hier viele erst etwa 20 Jahre alte Häuser zumeist abgebrochen oder aber auch saniert wurden.

Verkehr

An das Straßenbahnnetz der CVAG ist Markersdorf mit der Linie 5 angeschlossen, die den Stadtteil mit der Innenstadt verbindet. Die Straßenbahnlinie 4 führt von Hutholz über Morgenleite an der Stollberger Straße ebenso ins Stadtzentrum. Die Omnibusse der Linien 22, 36, 93 und N15 des Nachtnetzes verbinden Markersdorf, Hutholz und Morgenleite mit den anderen Chemnitzer Stadtteilen.

Im Norden bildet der Südring die Grenze zu Helbersdorf. Die B 169 trennt Hutholz und Morgenleite von Stelzendorf. Die Wolgograder Allee ist die längste Straße, die Markersdorf auch mit Hutholz verbindet.
Quelle wikipedia

 

 

Kappelenberg

Der Chemnitzer Stadtteil Kapellenberg entstand 1992/93 nach einem Beschluss des Stadtrates im Zuge der Neugliederung der Stadtteile. Er ist benannt nach der gleichnamigen 331,1 m hohen Erhebung zwischen dem Chemnitzfluss und der Stollberger Straße. An diesen nur rund 1,1 km² großen Stadtteil grenzt die Chemnitzer Innenstadt und die Stadtteile Altchemnitz, Helbersdorf, Kappel und Kaßberg. Hier befindet sich der nördliche Teil des „Stadtparks“, der hier seinen historischen Anfang nahm, die „Villa Esche“ an der Haydnstraße sowie die im Jahr 2002 eingeweihte Synagoge der „Jüdischen Gemeinde Chemnitz“ an der Stollberger Straße.

Verkehr

Auf der durch Kapellenberg führenden Stollberger Straße fährt die Straßenbahnlinie 4 der CVAG entlang. An der Neefestraße, die hier vor der Umbau der Kappler Drehe noch den Status einer Bundesstraße (B 173) führte, befindet sich der Bahnhof „Mitte“ (vorm. „Nikolai-Bahnhof“).

Geschichte

Die „Villa Esche“

Die Geschichte des Stadtteils Kapellenberg ist dicht verbunden mit der des ehemaligen „Stollberger Viertels“, wie dieses Gebiet einst genannt wurde. Hier siedelten sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts gut betuchte Chemnitzer Bürger (meist Fabrikbesitzer) an und ließen entlang der Parkstraße Villen errichten. So steht z. B. an der Einmündung zur Haydnstraße die wohl bekannteste Chemnitzer Villa. Das heute als „Villa Esche“ bekannte Gebäude wurde für den Industriellen Herbert Esche in den Jahren 1902/03 von dem Belgier Henry van de Velde im Jugendstil errichtet. Dieser erweiterte 1911 das Gebäude an seiner Nordseite und gestaltete den angrenzenden Park. Unweit des Goetheplatzes befand sich ein ebenfalls von van de Velde 1906 errichtetes Tennisclubgebäude. Dieses wurde zugunsten von neuen Wohnhäusern, die rings um den Goetheplatz in den 1960er Jahren entstanden, abgebrochen. Ebenso überstanden die Gebäude der „Zimmermannschen Naturheilanstalt“ und die eines Sanatoriums den Zweiten Weltkrieg nicht.
Quelle Wikipedia



 

 

Kappel

Kappel, der im zentrumsnahen Westen gelegene Stadtteil von Chemnitz wurde bereits im Jahr 1900 eingemeindet. An ihn grenzen die Stadtteile Kapellenberg, Helbersdorf, Stelzendorf, Schönau und Altendorf. Kappel ist Wohnvorort und Industrievorstadt zugleich. Das Gewerbegebiet zwischen Südring und Neefestraße beherbergt namhafte Unternehmen – die „Freie Presse“ druckt z. B. dort ihr Tageblatt. An der Kappler Drehe steht das „Sächsische Industriemuseum“. Die Empfangshalle des ehemaligen Chemnitzer Flughafens befindet sich zwar heute auf Kappler Flur, sie ist aber Bestandteil der Geschichte Helbersdorfs.

Verkehr

Durch Kappel führt die vierspurig ausgebaute B 173 (Neefestraße). Der Südring bildet die südwestliche, die B 169 (Stollberger Straße) die östliche Grenze des Stadtteils.

Mit dem Öffentlichen Personennahverkehr der CVAG erreicht man Kappel mit den Straßenbahnlinien 2 und 4 sowie den Buslinien 42, 43, 262 sowie N16 des Nachtnetzes.

Geschichte

Kappel gehörte wahrscheinlich schon von Beginn an zum Chemnitzer Benediktinerkloster, denn es wird bereits um 1200 als „Capella“ (=Siedlung an einer Kapelle) im Zinsregister erwähnt. Im Jahr 1402 erwarb die Stadt Chemnitz den östlichen Teil Kappels (Kapellenberg) vom Kloster. Die Bewohner Kappels erhielten von der Stadt Zollfreiheit, im Gegenzug mussten sie sich an der Instandhaltung der Chemnitzer Stadtmauer beteiligen. Wie die meisten Klosterdörfer gehörte Kappel ab 1548 zum Amt Chemnitz.

Durch die einsetzende Industrialisierung, begünstigt durch die 1858 eröffnete Eisenbahnstrecke Chemnitz–Zwickau, mussten größtenteils die alten Gebäude, hauptsächlich aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammend, für Fabriken weichen – aus dem Bauerndorf wurde eine Industriegemeinde. Betrug die Einwohnerzahl 1825 noch 227, waren es 1880 schon 2.590 und zur Eingemeindung im Jahr 1900 schon 6.557 Einwohner.

Ein Maschinenbau- und Baumwollspinnereigewerbe gab es in Kappel bereits vor 1850. Um das Jahr 1870 entstanden eine Strickmaschinenfabrik (ab 1888 „Maschinenfabrik Kappel A. G.“), eine Strumpfmaschinenfabrik sowie eine Kammgarnspinnerei. Eine Eisengießerei folgte 1876, welche zu DDR-Zeiten den Namen von Rudolf Harlaß (VEB Gießerei "Rudolf Harlaß") trug. Im Jahr 1886 kam eine Wirkwarenfabrik hinzu. Das alte Straßenbahndepot (heute Straßenbahnmuseum) bestand seit 1880. In der DDR-Zeit befand sich beiderseits der Neefestraße der „VEB Fettchemie“ (gegründet 1935 als „Böhme Fettchemie“). Die ehemalige Niederlassung des „VEB Strickwaren Oberlungwitz“ an der Kappler Drehe ist heute noch durch die große Fassadenbeschriftung vom weitem erkennbar. Die Industriebrache des ehemaligen „Union Maschinenbaukombinates“ erkennt man ebenso noch an dem riesigen Signet an der Hausfassade.

Am Kappler Hang, an der Irkutsker Straße, entstanden in den frühen 1970er Jahren die ersten Plattenbauhäuser. Sie gehörten später zum „Fritz-Heckert-Gebiet“. In unmittelbarer Nähe entstanden auch Schulen und Kindertagesstätten.
Quelle Wikipedia

 

Kaßberg

Der Kaßberg ist der bevölkerungsreichste Stadtteil von Chemnitz und zählt zu den größten Gründerzeit- und Jugendstilvierteln Deutschlands. Er befindet sich in der Nähe des Flusses Chemnitz, westlich des Stadtzentrums, am höchsten Punkt rund 30 Meter über dem Niveau der Innenstadt.

Geschichte

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war der damalige Katzberg nur an seinen Rändern besiedelt. Doch bereits seit Beginn des 16. Jahrhunderts wurden Gewölbekeller in den Fels geschlagen, um das in Chemnitz gebraute Bier zu lagern. Im Laufe der Jahrhunderte entstand so ein weit verzweigtes Netz von Kellergängen; Teile davon können heute in Führungen besichtigt werden.

Erst 1855 errichtete der Chemnitzer Lehrer Johann Friedrich Stahlknecht das erste Haus auf dem Kaßberg (auf einem Grundstück, das an die später so benannte Hohe Straße grenzte). Da das Gebiet zu dieser Zeit noch recht unerschlossen war, galt diese Entscheidung als waghalsig, weshalb das Haus von seinem Erbauer mit der vierfachen Aufschrift „Ich hab’s gewagt“ versehen wurde. In der Folge berichtete Stahlknecht in verschiedenen Artikeln einer Chemnitzer Tageszeitung von den Vorzügen seiner Wohnlage und warb so neue Bauherren.

Mit der zunehmenden Industrialisierung kamen auch Erschließung und Bebauung des Kaßbergs voran. Die Höhen des Bergs galten bald als bevorzugte Wohngegend, vor allem wegen der im Vergleich zum Rest der Stadt weniger stark verschmutzten Luft. Charakteristisch für das vornehmlich zwischen 1870 und 1930 bebaute Areal von ca. zwei Quadratkilometern Fläche ist das orthogonale Netz von Straßen, das der Topografie angepasst wurde, indem man die Straßen parallel oder rechtwinklig zum Hanggefälle anlegte. Kaiser-, Stephan-, Wieland- und Andréplatz wurden als Grünflächen in das Straßennetz eingefügt. An den Rändern des Kaßbergs firmierten Chemnitzer Unternehmen, so die Sächsische Maschinenfabrik (vorm. Richard Hartmann), die Maschinenfabriken Germania (vorm. J. S. Schwalbe & Sohn), Union und C. G. Haubold, die Tresorfabrik Baum, die Presto-Werke, die Textilfabrik der Brüder Goeritz u.a.m. Die Stadtverwaltung selbst errichtete hier zahlreiche Bauten: das Königliche Amts- und Landesgericht, die Königliche Steuerbehörde, die Kaiserliche Oberpostdirektion, die Königliche Gefangenenanstalt, das Königliche Gymnasium, die Oberrealschule etc.

Die einzige Synagoge in Chemnitz, 1897 bis 1899 nach Entwürfen des Architekten Wenzel Bürger erbaut und in der Reichspogromnacht in Brand gesteckt, befand sich bis zu ihrem durch die Nationalsozialisten erzwungenen Abriss im Jahr 1939 am Stephanplatz. Das 1902 eröffnete Central-Theater an der Zwickauer Straße war bis zu seiner Zerstörung im Jahr 1945 eine wichtige Bühne vor allem für das Varietétheater. Methodistische Friedenskirche

Der Kaßberg ist seit Februar 1991 als Flächendenkmal geschützt, darin eingeschlossen ca. 480 Bauwerke, überwiegend mehrgeschossige Wohnhäuser, städtische Verwaltungs- und Schulgebäude der Gründerzeit, des Jugendstils und der Neuen Sachlichkeit.

Der Kaßberg wird durch die Buslinien 31, 32, 62, 72 sowie N17 des Nachtnetzes erschlossen, die Linie 2 der Chemnitzer Stadtbahn tangiert den Kaßberg an dessen südlicher Stadtteilgrenze.
Quelle Wikipedia



 

 

Lutherviertel

Das Lutherviertel ist der flächenmäßig kleinste Stadtteil von Chemnitz. An ihn grenzen die Ortsteile Sonnenberg, Gablenz, Bernsdorf und Zentrum. Er ist im Mittel 1,7 km vom Stadtzentrum entfernt.

Begrenzt wird der Stadtteil von der Augustusburger Straße im Norden, von der Clausstraße im Osten, von der Zschopauer Straße im Süden und der Bahnstrecke zwischen dem Chemnitzer Hauptbahnhof und dem Bahnhof Chemnitz Süd im Westen. Wahrzeichen des Stadtteils ist die namensgebende Lutherkirche.

Geschichte und Charakteristik

Entstanden im Zuge der gründerzeitlichen Stadterweiterung ist das Gebiet geprägt durch eine traditionelle Karreestruktur mit mehrgeschossiger Blockrandbebauung aus der vorletzten Jahrhundertwende und den 1920er Jahren sowie offeneren Strukturen, welche in den 1950er Jahren im Zuge des Wiederaufbaus nach den starken Kriegszerstörungen des Zweiten Weltkrieges entstanden.

Seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 ist das Lutherviertel in besonderem Maße von Abwanderung und Wegzug seiner Bürger betroffen. Zwischen 1991 und 2001 verlor der Stadtteil 2968 Einwohner (ca. −35 %; Stadtdurchschnitt −17,6 %). Der Wohnungsleerstand beträgt fast 35 % (Stadtdurchschnitt: ca. 23 %).

Aufgrund seiner baulichen Strukturen, der guten verkehrlichen Infrastruktur und seiner innenstadtnahen Lage (ca. 10–20 Minuten attraktiver Fußweg durch den Park der Opfer des Faschismus zur Innenstadt) erachtet die Stadt Chemnitz das Lutherviertel insgesamt als einen potentiell sehr attraktiven Wohnstandort. Es soll daher der Stadtteil durch verschiedene Projekte in den nächsten Jahren gefördert werden, unter anderem durch die Entlastung vom Durchgangsverkehr, den Bau eines Radweges vom Lutherviertel zum Campus der Technischen Universität an der Reichenhainer Straße und eine Verbesserung des Wohnumfeldes durch eine Vergrößerung der Grün- und Freiflächen.

Quelle Wikipedia

 

 

Rabenstein

Rabenstein bestand ursprünglich aus den beiden Gemeinden Ober- und Niederrabenstein. Der Stadtteil liegt im Westen von Chemnitz. An ihn grenzen die Stadtteile Röhrsdorf, Rottluff, Siegmar, Reichenbrand, Mittelbach und Grüna. Rabenstein liegt am Landschaftsschutzgebiet „Rabensteiner Wald“ das im Wesentlichen aus dem „Rabensteiner Höhenzug“ besteht. Dieser Höhenzug trennt den Nordrand des Erzgebirgischen Beckens vom Südrand des Mittelsächsischen Lößlehmgebietes – somit kann man Rabenstein als „Tor des Erzgebirges“ bezeichnen. Der breitflächige Rabensteiner Höhenzug fällt zum Erzgebirgischen Becken über 100 Meter steil ab. Die Höhenlage beträgt 380 bis 485 Meter über Normalnull.

Geografie

Der Stausee Oberrabenstein als Panorama-Aufnahme Pleißenbach

Der an der Flurgrenze zu Rottluff fließende Pleißenbach hat seine Quelle in der Gemeinde Callenberg auf der Langenberger Höhe. Mit seinen 20 km ist er der längste Zufluss des Chemnitzflusses. Zum ersten Mal in einer Urkunde wird „daz waßer dy Plyßen“ im Jahr 1402 erwähnt.

Geschichte

Das Schloss Rabenstein

In der Mitte des 12. Jahrhunderts entstand die Herrschaft Rabenstein im Zuge der Besiedlung des Erzgebirgswaldes während der deutschen Ostexpansion. Es wurde eine Burg als Herrschafts- und Siedlungsmittelpunkt durch die Herren von Waldenburg errichtet.

Oberrabenstein entstand im Schutze dieser Burg. An einer Gasse die zur Burg hinauf führte bildete sich eine Häusersiedlung als Waldhufendorf. Niederrabenstein (1375 „Steyn“, 1696 „Nieder Rabenstein“) entstand als Bauerndorf. Das Chemnitzer Benediktinerkloster erwarb im Jahr 1375 die alte Herrschaft Rabenstein, wodurch es 1383 zur Rabensteiner Fehde kam. Beide Orte kamen nach der Säkularisation des Klosters 1548 zum Amt Chemnitz.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Niederrabenstein zur Industriegemeinde. Es wurden hauptsächlich Strümpfe und Strickhandschuhe produziert, außerdem gab es eine Brauerei und eine Branntweinbrennerei. Durch diese Industrialisierung begann in Niederrabenstein ab 1852 ein verstärkter Zuzug, eine neue Kirchgemeinde bildete sich heraus, wodurch 1852 bis 1854 die Niederrabensteiner Kirche erbaut wurde.

Oberrabenstein behielt bis heute seinen bäuerlichen Charakter. Seit der Eröffnung des Freibades „Stausee Oberabenstein“ im Jahr 1976, ist es ein beliebtes Naherholungsgebiet. Ober- und Niederrabenstein wurden 1897 zur Gemeinde Rabenstein vereinigt. Rabenstein wurde am 1. Juli 1950 nach Chemnitz eingemeindet.

Rittergut Niederrabenstein

Georg von Carlowitz erwarb 1576 vier Höfe in Niederrabenstein und erhielt dafür 1590 vom sächsischen Kurfürst die niedere Gerichtsbarkeit sowie 1602 die hohe Gerichtsbarkeit. Das Rittergut Niederrabenstein entstand dann, als das Dorf Niederrabenstein der Familie als erbliches Lehen übertragen wurde. 1619 erwarb sein Nachkomme Hans Georg auch noch die Burg mit der Rabensteiner Gasse (Oberrabenstein) und bildete somit eine neue Herrschaft Rabenstein, die ab 1671 aufgeteilt wurde. 1686 wurde die Herrschaft Niederrabenstein verkauft. Bis 1774 verblieben Burg und Rittergut Oberrabenstein im Besitz des Carlowitzer Geschlechtes, danach ging beides in bürgerlichen Besitz über. Zu seinen Besitzern gehörten u. a. Georg Ludwig von Welck (1809–1838).

Kulturhaus am Pelzmühlenteich

Rabenstein hat einiges, vor allem an Sehenswürdigkeiten zu bieten. So befindet sich in diesem Stadtteil die Burg und Schloss Rabenstein, die „St. Georg-Kirche“ - eine der ersten Kirchen Sachsens im Stil der Neugotik mit Altar von Ernst Rietschel, das Schaubergwerk „Felsendome“ in Niederrabenstein, das Freibad „Stausee Oberrabenstein“ (an dem von 1999 bis 2006 das Hip-Hop-Festival „Splash“ stattfand), der Pelzmühlenteich¹ mit anschließendem Café¹ und „Tierpark Chemnitz“¹, sowie das DRK-Krankenhaus an der Unritzstraße und die Klinik „Carolabad“ an der Weigandstraße. An der Kreuzung Oberfrohnaer- und Trützschlerstraße befindet sich das Einkaufszentrum „Rabenstein-Center“.

¹ = Heute zur Gemarkung Reichenbrand. In den 1950er Jahren entstand Nahe dem Pelzmühlenteich an der Pelzmühlenstraße der „Kulturpalast“. Nach der politischen Wende in der DDR wurde er vom MDR genutzt. Heute steht er leer.

Burg Rabenstein

Die Burg Rabenstein

Die Burg Rabenstein ist die kleinste mittelalterliche Burg Sachsens und wurde im Jahr 1336 erstmalig erwähnt. Die Burg entstand vermutlich um 1170. Zunächst ist sie im Besitz der Herren von Waldenburg, dann ab 1375 gehört sie zum Chemnitzer Benediktinerkloster. Seit 1619 gehört sie bis in das 18. Jahrhundert der Familie Carlowitz. Schon 1819 wurde die Burg saniert, musste aber 1942, inzwischen gern besuchtes Ausflugsziel geworden, wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. 1955/56 wurde sie erneut saniert und 1959 wieder zugänglich gemacht.

Felsendome Rabenstein

Im 1906 stillgelegten „Kalkwerk Niederrabenstein“ befindet sich heute unweit der Autobahn A 72 ein Schaubergwerk. Schon 1365 muss dieses Kalkbergwerk in Betrieb gewesen sein. Seit 1936 ist es für Besucher geöffnet.

Im ehemaligen Bergwerk kann man die noch relativ kleinen Stalagmiten und die Stalaktiten anschauen, sowie die vielen kleinen gewässerten Grotten. Sogar Fledermäuse leben hier im Winter.
Quelle wikipedia

 

 

Reichenbrand

Reichenbrand liegt im Westen der Stadt Chemnitz und wurde als Bestandteil der ehemaligen Stadt Siegmar-Schönau im Jahr 1950 eingemeindet. Im Gegensatz zu Siegmar oder Schönau konnte sich hier die industrielle Entwicklung nicht durchsetzen. An den Stadtteil grenzen Rabenstein, Siegmar und Mittelbach sowie die Gemeinde Neukirchen/Erzgeb..

Auf Reichenbrander Flur befindet sich der Eingangsbereich zur „Pelzmühle“ und zum Tierpark Chemnitz. Südwestlich erhebt sich der 366,6 m hohe „Kaßberg“ (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Chemnitzer Stadtteil) an dem sich der „Stärkerwald“ anschließt. Der „Holzbach“ bildet bis knapp vor der Neefestraße die südöstliche Flurgrenze. Die schon erstmals 1347 erwähnte, 1699 bis 1701 und nochmals 1804 bis 1810 neu errichtete „Johanneskirche“ steht an der Kreuzung Zwickauer- und Hohensteiner Straße.

Geschichte

Das zur Herrschaft Rabenstein gehörige Reichenbrand wird 1263 erstmals im Zinsregister erwähnt. Die Urkunde zur Landvergabe an Rudolf von Brandt datiert von 1254. Wie die anderen Ortschaften der Herrschaft ging der Ort 1375 zum Chemnitzer Benediktinerkloster über, die Bannmeile von 1331 ließ auch hier keine Etablierung von Handwerk und Handel zu – erst 1555 wurden sieben Handwerker erlaubt. Durch die „Rabensteiner Fehde“ (1375 bis 1548) wurde der Großteil der Bauern 1517 nach Limbach lehnspflichtig. Auch nach der Auflösung des Chemnitzer Klosters blieben diese Bauernhöfe beim Rittergut Limbach, während der Klosterbesitz dem Amt Chemnitz unterstellt wurde. Die nach Limbach gehörigen Bauernhöfe wurden 1800 vom Rittergut Niederrabenstein aufgekauft. Ab 1822 war Reichenbrand sogar selbst kurzzeitig Sitz eines Rittergutes, welches sich am heutigen Rosenweg befand und 1873 niederbrannte. Reichenbrand bildete aufgrund der Landgemeindeordnung ab 1839 eine eigene Landgemeinde, ließ sich aber 1922 von Siegmar eingemeinden.

Die Pest drang 1633 durch die Wasserentnahme aus dem Dorfbach hervor, so dass ab 1665 Wasserleitungen zu den flureigenen Quellen gelegt wurden, so z. B. der Mühlgraben. Hölzerne Rohrleitungen versorgten die Reichenbrander u. a. entlang der heutigen Zwickauer Straße bis hin zur Kirche.

Im ehemaligen Ortsteil „Hart“ (altdtsch. Hardt = bewaldeter Berg), der sich oberhalb der heutigen Rabensteiner Straße befand, entstanden ab 1710 viele kleine Häuschen, in denen die Strumpfwirkerei Einzug hielt. Eine Bleiche entstand im Jahr 1723.

Im Jahr 1856 wurde mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Chemnitz–Zwickau begonnen. Zunächst sollte ein Bahnhof an der heutigen Unritzstraße entstehen, gebaut wurde er aber an seinem heutigen Platz in Siegmar.

Gasthof Reichenbrand

Schon 1653 ist von einem Schenkgut, das zum Rittergut Limbach gehörte, die Rede. Im Jahr 1822 wird der Gasthof mit Tanzsaal und einem Obergeschoss erbaut und 1889 nach Osten hin erweitert. Eine Attraktion war die im parkähnlichen Außengelände stehende Sommerrodelbahn. Die Weltwirtschaftskrise brachte Einbußen hervor, wovon sich der Gasthof bis zur Schließung 1950 nur schwer erholte. Zunächst wurde der Gasthof von der „Wismut A. G.“, dann vom „Deutschen Fernsehfunk“ und dem „Sportclub Karl-Marx-Stadt“ genutzt. Heute gehört das Gebäude zum Sportamt Chemnitz.

Wirtschaft

Erwähnenswert ist noch die „Brauerei Bergt“, die das „Reichenbrander“-Bier braut. Seit 1874 ist die Brauerei in Familienbesitz, jedoch wurde sie 1972 verstaatlicht. Erst nach der politischen Wende in der DDR ging sie wieder an die Familie Bergt über, die 1994 noch das „Bräu-Stübl“ eröffneten.
Quelle Wikipedia



 

 

Reichenhain

Reichenhain ist ein Ortsteil der Stadt Chemnitz. Er liegt rund 4,5 km südöstlich des Chemnitzer Stadtzentrums.

Lage

Von der Niederung an der Zwönitz zieht sich der Ort, zuerst allmählich in einer flachen Mulde, dann eine steilere Anhöhe bis zur B 174 hinauf. Wegen seiner relativ geschützten Lage soll Reichenhain früher reich an Nussbäumen gewesen sein. An Adelsberg, Bernsdorf, Altchemnitz und Erfenschlag grenzend, erstreckt sich die Reichenhainer Flur über eine Fläche von 435 ha (1900).

Geschichte

Reichenhain wurde erstmals 1346 im Matrikel des Bistums Meißen erwähnt und wurde am 1. Oktober 1929 eingemeindet und ein Stadtteil von Chemnitz.

1464 wurde der Ort urkundlich als „Richenheym“ und 1485 als „Reichenheym“ (=‚zum reichen, fruchtbaren Siedelplatz‘) urkundlich erwähnt. Das zweireihige Waldhufendorf ist niemals Klosterdorf von Chemnitz gewesen. Es gehörte zusammen mit Weißbach, Dittersdorf, Kemtau, Einsiedel und Erfenschlag seit 1696 zur Herrschaft Weißbach mit Dittersdorf und kam 1843 zum Amt Chemnitz.

Im August 1790 schlossen sich die Reichenhainer Bauern als erste ihres Herrschaftsgebietes dem antifeudalen sächsischen Bauernaufstand an: „Es rührt alles von Reichenhayn, weil sie gelesen und erfahren haben, dass in anderen Ländern verschiedene Untertanen sich ihrer Gerichtsobrigkeit widersetzten“. Die Bauern verweigerten die Leistung von Frondiensten, wurden aber durch Versprechungen so lange hingehalten, bis die sächsische Regierung wieder Herr der Lage war. Ihr Wortführer, der Reichenhainer Lehnrichter Carl David Eichler, der Besitzer eines ansehnlichen Bauerngutes im Wert von 700 Talern war, erhielt eine Zuchthausstrafe.

Neben der Landwirtschaft spielte in Reichenhain die Hausindustrie eine Rolle. Für die Zeit um 1820 berichtet A. Schumann: „In den Wohnhäusern sieht man eine Menge von Stühlen im Gange, welche theils Cattun und andre Baumwollfabrikate, theils Strumpfwaare aller Art und Borten liefern.“

An der Jägerschlößchenstraße 94 und 105 sind als Objekte der ländlichen Volksarchitektur zwei erzgebirgstypische Dreiseitenhöfe erhalten. In deren Nähe befindet sich der letzte der in Reichenhain früher vorhandenen Kastanienbäume mit essbaren Früchten (Maronen). Der Baum ist mehrere hundert Jahre alt. Ebenfalls erwähnenswert ist das ehemalige Lehngericht und das Wohnstallhaus Jägerschlößchenstraße 104, sowie mehrere ländliche Wohnhäuser aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts an Gornauer Straße und Richterweg.

Die Eingliederung in die Stadt Chemnitz führte in den Jahrzehnten nach 1929 kaum zu einer Veränderung des überwiegend dörflichen Charakters des Ortes, abgesehen von der Gründerzeitbebauung an den beiden Hauptstraßen, der sogenannten Kriegersiedlung am Rande des Niedereinsiedler Waldes und einigen Wohnhäusern und dem ersten Nachkriegs-Schulneubau am Genossenschaftsweg.

Seit einigen Jahren weist Reichenhain das stärkste Bevölkerungswachstum und den jüngsten Altersdurchschnitt aller Chemnitzer Stadtteile auf. Die Ursache dafür liegt in der Errichtung der Wohngebiete Kreyßighof (1993), Mühlberg (1995), Orchideengarten (1997), Auf der Kirchwiese (2003), Pfarrlehn (2006) und der Erweiterung der Bebauung am Schenkenberg. Diese neuen Wohngebiete sind fast ausschließlich mit Einfamilien- und Reihenhäusern bebaut.

Am 12. Januar 2005 wurde der Heimatverein Chemnitz-Reichenhain e.V. gegründet, der sich u.a. in drei Arbeitsgruppen mit Ortsgeschichte, Wirtschaft und Stadtplanung beschäftigt.[1]
Quelle Wikipedia

 

 

Rottluff

Das ehemalige Waldhufendorf entstand vermutlich schon im 12. Jahrhundert. Jedoch ist „Rutloff“ erstmalig 1375 in einer Urkunde erwähnt. Diese Urkunde besagt, dass Rottluff, wie die anderen umliegenden Dörfern der Herrschaft Blankenau, an das Chemnitzer Benediktinerkloster fiel. Gepfarrt ist Rottluff seit 1539 nach Niederrabenstein. Nur langsam entwickelte sich in Rottluff Handwerk und Gewerbe. Erst ab 1900 entwickelte sich hier die Industrie.

Ab dem 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zur Wohnsiedlung der Chemnitzer Arbeiter. Dennoch wurde der Ort erst 1929 als letzter Stadtteil vor dem Zweiten Weltkrieg nach Chemnitz eingemeindet.
quelle wikipedia

 

 

Schloßchemnitz

Schloßchemnitz ist ein Stadtteil von Chemnitz. Der Ortsteil wurde 1859 aus den beiden Landgemeinden „Schloßgasse“ und „Schloßvorwerk“ gebildet und wurde am 1. Oktober 1880 eingemeindet. Durch Schloßchemnitz führt die B 95 (Leipziger Straße) und die B 107 (Blankenauer Straße). Angrenzend an Schloßchemnitz sind die Stadtteile Zentrum, Kaßberg, Altendorf, Borna-Heinersdorf, Furth und Hilbersdorf.

In diesem Stadtteil befindet sich die Schloßkirche mit Schlossbergmuseum, das „Krankenhaus Küchwald“, das Schulbiologiezentrum, die Eissporthalle mit Eisschnelllaufbahn, der Küchwald mit Festwiese, Parkeisenbahn und Kosmonautenzentrum sowie der Schönherrpark, der Schloßteich und die Schloßschule. Der Chemnitzfluss durchfließt Schloßchemnitz zwischen Mühlenstraße und dem Heizkraftwerk in Furth.

Verkehr

Der Stadtteil Schloßchemnitz ist durch die Stadtbuslinien 21, 22, 23, 32, 76 und der Nachtbuslinie N18 der CVAG zu erreichen.

Durch Schloßchemnitz fuhr einst die Straßenbahnlinie 4 stadtauswärts über die Hartmannstraße und Leipziger Straße nach Borna sowie die Straßenbahnlinie 7 von der Stadt her, über die Mühlenstraße kommend, über den Zöllnerplatz nach der Blankenauer Straße nach Glösa.

Kloster / Schloßkirche / Schloß

Schloßkirche

Durch König Lothar III. und dessen Gemahlin Richenza wurde 1136 das Chemnitzer Kloster gestiftet und mit Pegauer Benediktermönchen besetzt. In einer schriftlichen Nachricht König Konrads III. an den Vogt des Klosters, findet das Kloster 1143 seine Ersterwähnung. Zu dieser Zeit besaßen die Äbte schon die Hochgerichtsbarkeit und ein Gebiet in Umkreis von 2 Meilen. Außerdem war den Äbten das Recht einen öffentlichen Markt abzuhalten sicher. Zu den zinspflichtigen Klosterdörfern zählten um 1200 Kappel, Klaffenbach, Adorf, Neukirchen, Altendorf, Altchemnitz, Gablenz und Stelzendorf. In Schwierigkeiten brachte das Kloster der Verlust zahlreicher Güter an den Böhmenkönig Ottokar I., so dass 1216 Kaiser Friedrich II. den Benediktern den Schaden ersetzte. Der Papst forderte zudem 1226 das Magdeburger Erzbistum zu materiellem Beistand auf, so konnte eine Auflösung des Klosters und Einfügung in das Zisterzienserkloster Buch (bei Leisnig) verhindert werden. Erst für 1254 wird wieder ein Aufschwung bezeugt, so erwarb man die Patronsrechte über „St. Jakobi“ und „St. Johannis“ in Chemnitz. 1338 wurde das Kloster mit den Dörfern Glösa, Furth, Borna, Draisdorf und Heinersdorf belehnt, 1375 wurde die Herrschaft Rabenstein, mit den Dörfern Löbenhain, Kändler, Grüna, Siegmar, Höckericht und Pleißa, käuflich erworben. Durch diesen Kauf übertrug sich die Vogtei über das Kloster und ein Drittel der Gerichtsfälle in Chemnitz an den Abt. Zu den größeren Auseinandersetzungen des Klosters gehörte die Rabensteiner Fehde von 1386 unter Abt Albrecht von Leisnig (1390 nur flüchtig beigelegt) und der Grundstücksverkauf (Borssendorf, Streitdorf, Teile von Bernsdorf, Gablenz und Kappel) an die Stadt Chemnitz 1402. Unter Abt Heinrich von Schleinitz (1483-1522) wurde alle bisherige Prachtentfaltung des Klosters übertroffen. Er ließ Kloster und Kirche umfangreich umbauen und hielt sich einen schon fast fürstlichen Hof. Dies sorgte für weiteren Zündstoff in den Volksmassen der Klosterdörfer. Der Auflösungsprozess des Klosters begann unter Abt Hilarius von Rehburg, er konnte die Abwanderung der Mönche vom Kloster nicht aufhalten. Ihm stand ab 1524 eine breite bürgerliche Oppositionsbewegeung entgegen, worauf seit 1539 die Mönche nur noch „still geduldet“ waren. 1541 verließen noch mehr Mönche das Kloster und Hilarius gab 1546 die Pacht über das Kloster auf.

Nach der Auflösung des Benediktinerklosters erfolgte seit 1548 der Umbau der Klosteranlagen in ein kurfürstliches Schloss. Seit 1930 sind die verbliebenen Gebäudeteile Sitz des Schlossbergmuseum Chemnitz. Ausgestellt ist z. B. ein aus dem 15. Jahrhundert stammender Sarkophag in Form eines Heiligen Grabes und die von Hans Witten geschaffene „Schmerzensmutter“ aus dem 16. Jahrhundert. Das Schloßbergmuseum bietet darüber hinaus ständig Sonderausstellungen. Alljährlich findet auf dem Gelände das „Lichterfest“ statt.

Eine erste Schloßkirche entstand bereits im 12. Jahrhundert, daran schloss sich südlich die Klosteranlage an. Durch einen groß angelegten Umbau, ließ Abt Heinrich von Schleinitz eine neue Kirche auf den Grundmauern errichten und das Kloster ab 1499 in Form der obersächsischen Spätgotik umbauen. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts erfolgten noch einige weitere Umbauten an der Kirche.

Der Schloßteich und die Schloßkirche

Das Schloßteichgelände gehörte von Beginn an zum Chemnitzer Kloster. Abt Heinrich von Schleinitz ließ 1493 den Schloßteich als Fischteich für das Kloster anlegen. Um den Schloßteich floss der Pleißenbach herum, der auch noch heute den Teich bewässert. Nach der Auflösung des Klosters wurde der Teich dem Amt Chemnitz unterstellt und 1860 von der Stadt Chemnitz aufgekauft und in ein Erholungsgebiet umgebaut. Auf der Schloßteichinsel entstand 1913 der Zipper-Brunnen und nach dem Zweiten Weltkrieg ein neuer Konzert-Pavillon.

Durch den Konkurs der „Sächsischen Maschinenfabrik A.G.“ und dem einhergehenden Abbruch der Fabrikhallen am Schloßteich, konnte ab 1930 der Schloßteichpark erweitert werden. Es wurde eine Brunnenanlage geschaffen, an deren Fuße die 1868 geschaffene Figurengruppe „Die vier Tageszeiten“ von Johannes Schilling aufgestellt wurde. Diese standen zunächst auf dem Treppenaufgang der Brühlschen Terrasse in Dresden (1872-1897), dort stehen seitdem bronzene Abgüsse), wurden dann 1898 der Stadt Chemnitz geschenkt und auf dem Theaterplatz, an der Stelle des heutigen „Chemnitzer Hof“ aufgestellt.

Eine Ernst Thälmann-Skulptur befindet sich am Eingang des Schloßteichparkes Promenadenstraße / Arndtplatz. Unweit davon sind die Schloßteichhallen für Messeveranstaltungen in der DDR-Zeit entstanden.

Während der wärmeren Jahreszeiten können am Schloßteich Ruder- und Paddelboote ausgeliehen werden. Im Winter wird der vereiste Schloßteich von den Chemnitzern gern als Eislauffläche genutzt.

Küchwald

Die ehemalige Haupteingang der „Freilichtbühne Küchwald“ Die Eissporthalle auf einer Olympia-Briefmarke der DDR, 1975

Im Nordwesten des Stadtteils befindet sich das Naherholungsgebiet „Küchwaldpark“. Innerhalb dieses Parkes fährt seit 1953 (in seiner heutigen Strecke seit 1. Mai 1954) die Parkeisenbahn (ehem. „Pioniereisenbahn“). An der Stelle der ehemaligen, 1909 errichteten, „Küchwaldschänke“ entstand die 1960 eröffnete Freilichtbühne, die viele kulturelle Veranstaltungen (u. a. ein Freilichtkino) bot. Heute ist dieses Gelände völlig verwildert, da sich nach der politischen Wende in der DDR kein neuer Betreiber dieses Komplexes fand. Erwähnenswert ist auch das Kosmonautenzentrum „Sigmund Jähn“ (1964 eröffnet) mit dem 36 Meter hohen Modell einer Rakete, welche eine reine Fantasiekonstruktion ist. Sportlich betätigen kann man sich auf den Tennisplätzen unweit der Festwiese, auf der alljährlich das Pressefest der „Freien Presse“ begangen wird. Am nördlichen Rand befindet sich die am 6. Oktober 1965 eröffnete Eissporthalle, in der schon Katarina Witt trainierte.

Noch Ende des 18. Jahrhunderts reichte der Küchwald bis an die Gebäude des ehemaligen Schlosses. Erstmals urkundlich erwähnt wurde er 1541 („Kuchenwaldt“), erneut 1590 („Küchenwaldt“). Zur Zeit des Chemnitzer Klosters wurde hier das benötigte Holz geschlagen und auch gejagt. Die Stadt Chemnitz erwarb den Küchwald im Jahre 1885 und baute ihn zum Naherholungspark aus.

Schönherrpark

Am Fuße des östlichen Küchwaldhanges entstand im 19. Jahrhundert nahe der Schönherr-Fabrik, am damaligen Fischweg (heute Schönherrstraße), der Schönherr-Park. Er wurde vom Webstuhlfabrikanten Louis Schönherr gestiftet.

Geschichte

Das „Kellerhaus“ am Schloßberg Gasthäuser am Schloßberg Mit der Gründung des Chemnitzer Benedikterklosters im Jahre 1136 beginnt nicht nur die Geschichte des heutigen Stadtteils Schloßchemnitz, sondern auch die von Chemnitz. Im Schutze des Klosters wurde im ausgehenden 12. Jahrhundert von hier aus die Stadt in der Chemnitzaue gegründet. Siehe oben (Kloster/ Schloßkirche/ Schloß).

Kurfürst Friedrich August II. verkaufte 1702 das Gebäude des kurfürstlichen Vorwerks, nahe dem heutigen Schloßbergmuseum, an den Augustusburger Amtshauptmann von Günther, dass von da an ein Rittergut mit eigener Gerichtsbarkeit war. Daraus bildete sich die Gemeinde „Schloßvorwerk“. Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurde die Gemeinde Schloßchemnitz, das 1859 durch die Vereinigung der Gemeinden „Schloßvorwerk“ und „Schloßgasse“ entstand, durch die fortschreitende Industrialisierung zu einem Arbeitervorort mit typischen Mietskasernen. Die Gemeinde wuchs immer mehr mit der Stadt zusammen, wodurch sie 1880 nach Chemnitz eingemeindet wurde. Die älteste Arbeitersiedlung der Stadt, die Hartmannsiedlung an der Gottfried-Keller-Straße, entstand im späten 19. Jahrhundert. Um ein Naherholungsgebiet für die Chemnitzer zu schaffen, erwarb die Stadt 1885 den Küchwald. Bis 1897 befand sich noch die Schloßmühle am Fuße des Schloßbergs, die von 1748 bis Mitte des 19. Jahrhunderts der Chemnitzer Kaufmannsfamilie Siegert gehörte.

Am Fuße des Schloßberges lag seit 1495 ein Kupferhammer, die Neumühle am linken Chemnitzufer wurde erst 1546/52 erbaut (heute erinnert das 1876 errichtete Neumühlenwehr nahe der Georgstraße an diese Mühle).

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